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Home Aktuelles Nachbericht: 17. Grazer Energiegespräche vom 20.11.2018
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17. Grazer Energiegespräche zum Thema "Zukunft der Wärmeversorgung im Grossraum Graz" 

Statusbericht 2018 und die Rolle der Wärmepumpe

Datum:

20. November 2018 von 13:30 - 19:30 Uhr

Ort:

Wartingersaal des Steiermärkischen Landesarchivs, Karmeliterplatz 3, 8010 Graz

Unterlagen:

 

Bereits zum 17. Mal lud das Umweltamt der Stadt Graz zur erfolgreichen Veranstaltungsreihe der Grazer Energiegespräche in den Wartingersaal Graz ein. An die 90 Personen nutzten, trotz unerwartetem Wintereinbruch, die Möglichkeit FachexpertInnen aus unterschiedlichsten Branchen zum Thema „Zukunft der Wärmeversorgung im Großraum Graz" zu hören. Im Rahmen der Veranstaltung wurde der aktuelle Stand der Fernwärmeaufbringung in Graz vorgestellt, neu realisierte sowie geplante Projekte präsentiert und ein Ausblick in die Zukunft der Wärmeversorgung gegeben. Erstmalig fand im Zuge der Energiegespräche ein Fachworkshop der Internationalen Energieagentur zum Thema „Wärmepumpen in Fernwärme- und Kälte-Systemen" statt. An die 40 TeilnehmerInnen waren mit großem Interesse und aktiven Beiträgen bei dem Workshop mit dabei.

Werner Prutsch, vom Umweltamt Graz, eröffnete den ersten Teil mit seinen Grußworten und kündigte einen spannenden Nachmittag mit Fachworkshop und anschließenden Energiegesprächen an. Zu Beginn gab Roman Geyer von der AIT und als fachlicher Veranstalter des Workshops, einen Überblick über das Forschungsprogramm Annex 47 sowie verschiedenste best-practise Beispiele von Wärmepumpen-Anlagen für Fernwärme/Fernkälte im internationalen Kontext. Danach stellte Richard Büchele von der TU Wien die aktuelle Energiesituation in Österreich sowie die Potentiale für Wärmepumpen in Österreich vor.

René Rieberer und Alexander Arnitz von der TU Graz referierten über ausgewählte Fallbeispiele von installierten Wärmepumpen in österreichischen Fernwärmenetzen, anschließend gab Helmut Unger von der Energie Graz einen Einblick in die innovativen, bereits realisierten sowie in Vorbereitung befindlichen Projekte des Unternehmens. Zum Abschluss präsentierte Johanna Spreizhofer von der internationalen Energieagentur ihre Projektergebnisse aus dem Projekt „Fit4Power2Heat“.

Nach zwei kurzen Impulsvorträgen von Franz Rindler (ecop GmbH) und Harald Blazek (StepsAhead) startete der Workshop, welcher sich in folgende vier Kernthemen unterteilte: Wärmepumpen-Pooling und Geschäftsmodelle, Potentiale für WP Einsatz & technische Aspekte, „Enabler“ für WP und ökologische Bewertung des eingesetzten Stromes für WP.

Umweltstadträtin Tina Wirnsberger und Gemeinderat Georg Topf, als Vertretung für Bürgermeister Siegfried Nagl, eröffneten dann den zweiten Teil des Tages – die traditionellen Grazer Energiegespräche. Die Umweltstadträtin betonte stolz die zahlreichen bereits realisierten Projekte und das Potenzial für die Stadt Graz im Bereich Fernwärme. Gemeinderat Georg Topf begrüßte die TeilnehmerInnen im Namen des Bürgermeisters Siegfried Nagl und hob die Bedeutung der KEK-Verpflichtung, die eine wesentliche Basis für die Fernwärme in Graz bildet, hervor.

Roman Geyer von der AIT eröffnete den Vortragsteil der Energiegespräche mit einer kurzen Vorstellung der IEA und des Annex 47 und stellte daneben internationale best-practise Beispiele sowie die Ergebnisse aus dem vorangegangen Fachworkshop vor.

Werner Prutsch (Abteilungsvorstand des Grazer Umweltamt und Leiter der Arbeitsgruppe „Wärmeversorgung Graz“) gab einen kurzen Einblick in die Geschichte der Fernwärme in Graz und betonte die Bedeutung solcher Projekte für die Verbesserung der Luftgüte der Stadt. Einen spannenden Überblick über Anlagen, die sich in Vorbereitung bzw. Umsetzung befinden gab Ernst Meißner von der Grazer Energieagentur:  Das Energiemodell Reininghaus, die Abwärmenutzung aus der Kläranlage in Gössendorf sowie das neue Abwärmenutzungsprojekt an der Karl-Franzens-Universität Graz waren nur einige davon.

Helmut Unger (Energie Graz) berichtete über die zuletzt umgesetzten Maßnahmen und sowie die Erfahrungen aus den Projekten Abwärmeauskopplung Sappi, Solares Speicherprojekt Helios und der Wärmepumpenanlage im Energiemodell Reininghaus. Spannend waren dazu auch die Kommentare aus Kundensicht, die Helmut Fohringer vom Stahl- und Walzwerk Marienhütte zum umgesetzten Projekt in einem Kurzvortrag präsentierte.

Peter Schlemmer von der Abteilung Fernwärme Ausbau & Betrieb der Energie Graz stellte zum Abschluss die Energieeffizienzprojekte – ganz speziell das neue Produkt „Effizienz“ – des Unternehmens vor.

Nach diesem informativen Nachmittag leitete der Moderator Robert Schmied von (Grazer Energieagentur) die Podiumsdiskussion mit allen Vortragenden sowie Karl-Heinz Kettl von der Arbeiterkammer, Dieter Thyr vom Land Steiermark und Boris Papousek von der Energie Graz ein. Das überaus hohe Interesse an städtischen Fernwärmekonzepten und dem Einsatz von Wärmepumpen wurde mit vielen, hochqualifizierten Fragen aus dem Publikum bekundet. Am Ende der Veranstaltung war man sich zumindest in einem Punkt einig: Die Grazer Fernwärmeversorgung ist bereits jetzt Vorreiter für viele Städte und hat großes Potenzial hinsichtlich klimafreundlicher Energieversorgung. Bei einem regionalen Buffet fand die abermals gelungene Veranstaltung einen gemütlichen Ausklang.

 

Das Umweltamt der Stadt Graz mit seinen Partnern bedankt sich bei allen Besucherinnen und Besuchern für die zahlreiche Teilnahme!

 

Veranstalter:         Fachliche Koordination:       Partner:

                                                                                                          

 

    

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