BEAT

Behavioural Economics for Active Transport

Der Weg zur nachhaltigen Mobilität beginnt häufig mit kleinen Entscheidungen im Alltag. BEAT untersucht, wie verhaltensökonomische Ansätze Menschen dabei unterstützen können, häufiger öffentliche Verkehrsmittel und aktive Mobilitätsformen zu nutzen.

Ausgangslage

Mobilitätsentscheidungen werden stark von Gewohnheiten, sozialen Normen sowie Kosten- und Preiswahrnehmungen geprägt. Zusätzlich beeinflussen psychologische Barrieren die Wahl des Verkehrsmittels. Klassische Maßnahmen wie Angebotsverbesserungen oder Informationskampagnen zeigen begrenzte Wirkung. Hier setzt BEAT an und entwickelt zielgruppenspezifische empirisch fundierte Interventionen, um nachhaltige Mobilitätsentscheidungen gezielt zu fördern.

Projektziele

BEAT untersucht, wie verhaltensökonomische Interventionen (Nudges) den Umstieg auf nachhaltige Mobilitätsformen wirksam fördern können. Ziel ist die Entwicklung und Evaluierung niedrigschwelliger, kosteneffizienter und skalierbarer Maßnahmen, die Einstellungen, Entscheidungsprozesse und Mobilitätsroutinen langfristig beeinflussen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Identifikation von Hemmnissen und Potenzialen für Verhaltensänderungen im Mobilitätskontext.

Maßnahmen

Im Rahmen des Projekts werden verhaltensökonomische Ansätze entwickelt und in realen Anwendungsfällen getestet. Die Arbeiten gliedern sich in drei aufeinander aufbauende Phasen:

Status-quo-Analyse

  • Erhebung bestehender Mobilitätsverhalten, Gewohnheiten und Barrieren sowie Analyse bestehender Mobilitätsangebote.

Pilotstudie

  • Entwicklung und Test unterschiedlicher Interventionsansätze.
  • Evaluierung der wirksamsten Maßnahmen anhand messbarer Effekte auf Einstellungen und Verhaltensabsichten.

Feldexperiment

  • Umsetzung der effektivsten Interventionen im realen betrieblichen Umfeld mit Vorher-Nachher-Messungen und ergänzenden objektiven Mobilitätsdaten.

Nutzen und Wirkung

BEAT liefert fundierte Erkenntnisse darüber, wie nachhaltige Mobilität durch verhaltensökonomische Maßnahmen gefördert werden kann. Die Ergebnisse unterstützen Unternehmen, Kommunen und politische Entscheidungsträger:innen bei der Entwicklung wirksamer Mobilitätsstrategien. Durch die enge Zusammenarbeit mit Praxispartnern entstehen Lösungen, die direkt anwendbar und auf andere betriebliche Kontexte übertragbar sind. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zu einer klimafreundlichen, gesundheitsfördernden und nachhaltigen Mobilitätskultur.

 

Das Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und durch das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur unterstützt.

 

Projektpartner

BMIMI-Stiftungsprofessur für Aktive Mobilität: Bewegung in Freizeit und Alltag am Institut für Sportwissenschaft der Universität Innsbruck