MEGA:CHARGE

Megawatt-Charging für den Schwerverkehr

 

MEGA:CHARGE adressiert eine zentrale Voraussetzung für die Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs in Österreich: den raschen, effizienten und praxistauglichen Ausbau von Megawatt-Ladeinfrastruktur (MCS) für schwere Nutzfahrzeuge. Ziel des Projekts ist es, eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Politik, Infrastrukturbetreiber:innen und Marktakteure zu schaffen, um den Hochlauf von elektrischen Lkw durch geeignete Standortwahl, technische Auslegung und abgestimmte Rahmenbedingungen zu ermöglichen. Damit leistet MEGA:CHARGE einen unmittelbaren Beitrag zur Erreichung der österreichischen Klimaziele und zur Transformation hin zu einem sauberen, leistbaren und verlässlichen Mobilitätssystem.

 

Analyse von Ladebedarf, Infrastruktur und Rahmenbedingungen

Im Projekt werden die wesentlichen Bedarfe und Einsatzfelder für MCS in Österreich systematisch erfasst und in Relation zu verkehrlichen Korridoren sowie realistischen Roll-out-Pfaden gesetzt. Dazu werden zukünftige Ladebedarfe auf und abseits des TEN-V-Netzes analysiert, potenzielle Nutzer:innengruppen identifiziert und künftige „Megawatt-Hotspots“ mit mehreren MCS-Ladepunkten ermittelt. Gleichzeitig untersucht MEGA:CHARGE technische, betriebliche und energiewirtschaftliche Anforderungen, darunter Netzanschluss, Leistungsspitzen, Flächenbedarf, Netzausbau- und Speicherbedarf sowie das optimale Zusammenspiel von CCS- und MCS-Infrastruktur. Darüber hinaus werden regulatorische und marktseitige Hemmnisse bewertet, Hotspot-Typen entwickelt und Prozessabläufe für den Netzanschluss von MCS-Ladeparks analysiert.

 

Handlungsempfehlungen und gesellschaftliche Perspektiven

Auf Basis der Analysen werden konkrete Handlungsempfehlungen zur Förderung eines koordinierten, effizienten und zukunftsfähigen MCS-Roll-outs in Österreich abgeleitet. Im Fokus stehen dabei insbesondere Förderinstrumente, regulatorische Rahmenbedingungen sowie Maßnahmen zur Erhöhung von Planungs- und Investitionssicherheit. Gleichzeitig berücksichtigt MEGA:CHARGE Gender- und Diversitätsaspekte bei der Gestaltung und Nutzung zukünftiger MCS-Infrastruktur, um Sicherheit, Zugänglichkeit und Praxistauglichkeit für unterschiedliche Nutzer:innengruppen sicherzustellen. Das Projekt knüpft an bestehende nationale Strategien, die Marktstudie zur Erforderlichkeit von Beihilfen für Lade- und Tankinfrastruktur sowie den AFIR-Bericht zur Technologie- und Marktreife schwerer Nutzfahrzeuge an und schafft damit die notwendige Grundlage für die gezielte Weiterentwicklung des MCS-Ladestandards in Österreich.

Projektpartner

Kairos OG
Reiner Lemoine Institut GmbH
UIV Urban Innovation Vienna GmbH

Fördergeber

Klima- und Energiefonds