SecondLife

second life batteries 4 storage

 

Das Projekt „SecondLifeBatteries4Storage“ beschäftigt sich mit der Entwicklung von Batteriespeichersystemen aus alten E-Auto- Batterien. Bei einem Absinken auf ca. 80 % ihrer Gesamtkapazität sind Lithium-Ionen-Akkus nicht mehr für die anspruchsvollen Mobilitätsanwendungen geeignet, verfügen aber noch über einen ausreichenden State of Health (SoH) für Speicher-Anwendungen. Diese Speichersysteme sind insbesondere in Hinblick auf den wachsenden Anteil von dezentral, aus fluktuierenden erneuerbaren Quellen erzeugter Energie sowie der Einbindung in das Stromnetz essentiell.

SecondLife-Batteriespeicher werden bereits vereinzelt in Stromverteilnetze integriert, um Regelleistung für die Frequenzaufrechterhaltung  bereitzustellen,  meist  in  Kooperation  mit  Batterie- oder Autoherstellern. SecondLife4Batteries verfolgt eine andere Strategie: unabhängig von Batterie- oder Autoherstellern soll der SoH von E-Auto-Batterien ermittelt werden können.

Das vorliegende Projekt schafft daher auch die Voraussetzungen für einen freien SecondLife-Batteriemarkt aus der E-Mobilität, indem erstmals ein großtechnischer Speicher für Peak Shaving- und Energierückgewinnungs-Anwendungen gebaut und erprobt wird, der ausschließlich auf SecondLife-Batterien basiert und optimal dimensioniert wurde und technische und marktrelevante Komponenten entwickelt werden, die für das Funktionieren des Marktes zwingend notwendig.

Diese sind:

  • Ein Planungstool für die automatische Speicherdimensionierung der Anwendungsfälle Peak Shaving und Eigenverbrauchsoptimierung bei Photovoltaik-Anlagen und Regelenergie.
  • Ein Schnellanalyse-Gerät für die State-of-Health-Ermittlung von gebrauchten Batterien aus der E-Mobilität.
  • Ein Benchmarking-Kennzahlensystem sowie ein Tool zur umfassenden Restwertermittlung.

Status des Projektes


 

  • Der Prototyp des Elektro-Großspeichers wurde gebaut und bereits in Betrieb genommen. Er befindet sich am Gelände der Saubermacher AG in Premstätten bei Graz.
  • Es steht bereits ein Planungstool zur Verfügung, um für Kunden individuell auf Basis von Viertel- Stunden-Lastprofilen eine optimale Dimensionierung des E-Speichers und ggf. der Photovoltaik- Anlage zu gewährleisten.
  • Ein Prototyp des Schnellanalyse-Geräts für die State-of-Health-Ermittlung wurde hergestellt.
  • Das Benchmarking-Kennzahlensystem wird in einem laufenden Prozess vertieft.

 

Fotonachweis: Klimafonds/Krobath


 

Projektnews


 

Nominierung für den TRIGOS Regional Steiermark 2021

Der TRIGOS ist die renommierteste österreichische Auszeichnung für verantwortungsvolles Wirtschaften und wird 2021 zum 18. Mal vergeben. TRIGOS versteht sich als Motor für Unternehmensverantwortung und nachhaltige Innovation in der österreichischen Wirtschaft und gibt jenen Unternehmen eine Bühne, die eine zukunftsfähige Gesellschaft aktiv mitgestalten.

Mit der Verantwortung im Kerngeschäft als notwendige Basis liegt der Fokus auf Innovationskraft, Wirkung und Zukunftsfähigkeit der jeweiligen Initiativen und Schwerpunkte. Gleichzeitig wird der Beitrag zu den globalen Nachhaltigkeitszielen der UN – den Sustainable Development Goals (SDGs) – besonders gewertet.

Unser Projekt SecondLife wurde dabei für den TRIGOS Regional Steiermark 2021 in der Kategorie „Klimaschutz“ nominiert.


 

Veröffentlichung im Expertennetzwerk ASK

Das Expertennetzwerk ASK – Access To Sustainable Knowledge, bündelt Fachartikel aus den Bereichen Umwelttechnik und -management und trägt wertvolles Wissen aus dem Umweltbereich zusammen. Unser Projekt SecondLife wurde aufgrund des Kooperationsvertrages mit dem Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben nun ebenfalls in der Datenbank aufgenommen.

Hier geht’s zum Fachartikel.


 

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms „Vorzeigeregion Energie“ durchgeführt.
www.klimafonds.gv.at

Projektpartner

Saubermacher Dienstleistungs AG
AVL List GmbH
AVL DiTEST GmbH
Smart Power GmbH & Co KG
Energie Steiermark AG
Green Energy Lab

Fördergeber

Klima- und Energiefonds