BetterBatteries

Technische und ökonomische Machbarkeit von Second-Life Batteriespeichern

 

Das Projekt BetterBatteries ist das Folgeprojekt von SecondLife.

BetterBatteries hat als Ziel die technische und ökonomische Machbarkeit von Second-Life Batteriespeicher für veschiedene Use-Cases zu analysieren und ein Konzept für ein Design-Tool für diese Speicher zu erstellen. Dabei werden die Alterungsprozesse verschiedener Batterietypen sowie Batteriematerialien berücksichtigt.

Die Grazer Energieagentur beschäftigt sich im Projekt im Besonderen mit der Definition der Use-Cases, Wirtschaftlichkeitsberechnungen und den Tarif-Systemen.

Warum Second-Life-Batterien?

Während die Nachfrage nach Batterien für die dezentrale Energiespeicherung steigt, wird der Sektor der Elektromobilität den größten Teil des Batteriemarktes ausmachen. Laut Schätzungen für 2030 wird dieser Sektor den Großteil der Batterienachfrage mit ca. 85 % der Gesamtnachfrage auf sich ziehen.

Die Batterien von E-Fahrzeugen werden in der Regel nach 8-10 Jahren ausgemustert, da sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Lage sind, die strengen Anforderungen an Lade- und Entladezyklen und die Reichweite zu erfüllen, auch wenn diese Batterien noch etwa 70-80 % der ursprünglichen Kapazität haben. Die Wiederverwendung dieser ausrangierten EV-Batterien kann auf dem Markt für stationäre Energiespeicher in Anwendungen, die niedrigere Anforderungen haben, den größten Nutzen bringen. Second-Life-Batterien bieten dem Energiesektor eine große Chance, die Kosten für die Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz zu senken.

Hintergrund

Batterien sind von entscheidender Bedeutung für die optimale Integration von erneuerbaren Energien in das Stromnetz. Konkret sind dezentrale Energiespeicher – d. h. kleine Energiespeichersysteme – sowohl für Netzbetreiber als auch für Verbraucher sehr attraktiv: Einerseits sind sie eine sehr wettbewerbsfähige Lösung zur Steigerung des Eigenverbrauchs beim Endverbraucher, andererseits können sie auch zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen (z.B. durch sog. Peak Shaving). Ein rascher Ausbau dieser Energiespeicher ist entscheidend, um den Flexibilitätsbedarf in einem dekarbonisierten Stromsystem zu decken. Speziell auch in Anbetracht der geplanten Energiewende sowie des aktuellen Ukraine-Kriegs und der damit verbundenen Risiken bezüglich der Energieversorgung Europas, sind innovative Speicher und Regelkonzepte sowie der gleichzeitig starke Ausbau von erneuerbaren Energien essenziell, um die Energieversorgung zu gewährleisten, sowie die CO2-Emissionen zu verringern.

Projektpartner

Virtual Vehicle GmbH
betteries AMPS GmbH

Fördergeber

Forschungsförderungsgesellschaft FFG