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Ganzheitliche Gebäudesanierung mit Integrierten Energie-Contracting
am Beispiel der LIG Steiermark 

Vor jeder Energielieferung sollten zuerst verbrauchsseitige Einsparmaßnahmen geprüft und umgesetzt werden. Erst im zweiten Schritt sollte der verbleibende Energiebedarf möglichst effizient bereit gestellt werden, z.B. aus erneuerbaren Energieträgern. Sonst sind Klimaschutzziele nicht erreichbar. Die Landesimmobilien Gesellschaft Steiermark (LIG) setzt dieses Ziel um.

Die Energieversorgungsanlagen ihrer Liegenschaften wurden und werden noch modernisiert und auf erneuerbare Energieträger umgestellt. Unter Maßgabe wirtschaftlicher Rahmenbedingungen sollen dabei möglichst ökologisch verträgliche Versorgungslösungen zur Bereitstellung der Nutzenergie realisiert werden. Die wirtschaftlich-ökologische Zielsetzung der LIG bedingt gleichzeitig eine Umsetzung verbrauchsseitiger Energieeinsparmaßnahmen in den versorgten Gebäuden (in den Bereichen Haustechnik, Nutzermotivation sowie im Rahmen der Amortisationsdauer von 15 Jahren und auch der Gebäudehülle), um den Energiebedarf selbst zu reduzieren. Hieraus resultieren neben einer Verbesserung der Energiekennzahlen auch eine Komfortsteigerung und geringere Verbrauchs- und Instandhaltungskosten.

Die Umsetzung wurde im Rahmen eines Energiedienstleistungsmodells outgesourct. Dabei soll auf die Abgabe einer energetischen Einspargarantie (wie sie bei Energieeinspar-Contracting Modellen verwendet werden) verzichtet werden, um Probleme mit der Energiekosten-Baseline und deren Anpassung bei Nutzungsänderungen sowie hohe Risikozuschläge des Contractors wegen des schwer kalkulierbaren Nutzerverhaltens zu vermeiden. Die Umsetzung der Projekte erfolgte daher im Rahmen eines mit der Grazer Energieagentur neu entwickelten Integrierten Energie-Contracting (IEC) Modells, welches sowohl die versorgungs- als auch verbrauchsseitige Energieeffizienzmaßnahmen umfasst. Als Ersatz für die Einspargarantie und zur Qualitätssicherung der umgesetzten Einsparmaßnahmen kommen maßnahmenspezifische Qualitätssicherungsinstrumente zum Einsatz.

Die Landesimmobiliengesellschaft Steiermark (LIG) ist der erste institutionelle Gebäudeeigentümer, der das Konzept des Integrierten Energie-Contracting systematisch angewandt und zur Ausschreibung gebracht hat. Die LIG verwaltet und managt mehr als 420 Gebäude in der Steiermark, wovon rund 200 Objekte mit einer Gesamtfläche von über 700.000 m² im Eigentum der LIG stehen.

Im Jahr 2007/08 wurde die erste europaweite IEC-Ausschreibung mit fünf Gebäuden und einer Nettogeschoßfläche von ca. 11.000 m2 durchgeführt. Pool 2, bestehend aus drei Liegenschaften mit in Summe 20.000 m2 wurde 2009 ausgeschrieben und umgesetzt. Ein weiterer Gebäudepool befindet sich in Vorbereitung.

Im Ergebnis der bisherigen Ausschreibungen konnten neben wettbewerbsfähigen Preisen für die Wärmelieferung auch umfangreiche Einsparmaßnahmen bei den Gebäuden erzielt werden.

Pool 1:

  • Lehrlingshaus für Burschen Bad Gleichenberg: 30.960 kWh/a (Wärme)
  • Volksbildungshaus Retzhof, Wagna: 46.300 kWh/a (Wärme)
  • Amtsgebäude Herdergasse, Graz: 33.415 kWh/a (Wärme)
  • Schloss Moosbrunn, Steirischer Tourismusverband, Graz: 8.775 kWh/a (Wärme)

Pool 2:

  • Landesberufsschule und Lehrlingshaus Bad Radkersburg: 189.060 kWh/a (Wärme), 15.610 kWh/a (Elektrische Energie)
  • Landespflegezentrum Bad Radkersburg: 364.670 kWh/a  (Wärme), 79.260 kWh/a (Elektrische Energie)
  • Bezirkshauptmannschaft Bad Radkersburg, 47.100 kWh/a (Wärme), 5.252 kWh/a (Elektrische Energie)

Auf Grund des Projektes wurde in Bad Radkersburg ein Heizwerk für Biomasse gebaut. Dadurch erreicht man zusätzlich eine Reduktion von Luftschadstoffen pro Jahr  von  7.000 t CO² und ca. 3.000 kg Stickoxyde.

Insgesamt konnte das Projekt zu einer Substitution von 2,5 Mio. lt. Heizöl EL beitragen und hat so eine Vorbildwirkung für ganz Österreich.

Ausführliche Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier

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