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Home Aktuelles Nachbericht: 16. Grazer Energiegespräche vom 15.05.2018
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16. Grazer Energiegespräche zeigen großes Potenzial von „PV-Gemeinschaftsanlagen im Mehrgeschoß-Wohnbau“ in Graz auf

Datum:

15. Mai 2018 von 16:30 - 20:00 Uhr

Ort:

Wartingersaal des Steiermärkischen Landesarchivs, Karmeliterplatz 3, 8010 Graz

Unterlagen:

 

Foto: Stadt Graz, Foto Fischer

Graz, 16.Mai 2018 – in bewährter Tradition lud das Umweltamt der Stadt Graz zur erfolgreichen Veranstaltungsreihe der Grazer Energiegespräche in den Wartingersaal Graz ein, die dieses Jahr unter dem Motto „PV-Gemeinschaftsanlagen im Mehrgeschoß-Wohnbau“ standen. Während PV-Anlagen auf Einfamilienhäusern und Bauernhöfen bereits gang und gäbe sind, sind sie im städtischen Bereich noch wenig verbreitet. Mit der kleinen Ökostromnovelle des letzten Jahres wurde die Ausführung des Konzeptes einer gemeinschaftlichen Erzeugungsanlage ermöglicht. Daraus ergibt sich großes Potenzial und Interesse für neue und innovative Modelle für PV-Gemeinschaftsanlagen.

Zahlreiche BesucherInnen nutzten die Möglichkeit, etablierte Stimmen unterschiedlichster Branchen zu hören und verbrachten einen inspirierenden Nachmittag bei Präsentation und Diskussion. Im Rahmen der Veranstaltung wurde der aktuelle Stand von PV-Gemeinschaftsanlagen vorgestellt sowie Fragen und Herausforderungen diesbezüglich diskutiert.  

Die für Umwelt verantwortliche Stadträtin Tina Wirnsberger und Werner Prutsch vom Umweltamt der Stadt Graz eröffneten mit optimistischen Tönen die diesjährigen Grazer Energiegespräche. Die Umweltstadträtin betonte das große Interesse der ÖsterreicherInnen an einer autarken Stromerzeugung und das sich daraus ergebende große Potenzial für PV-Gemeinschaftsanlagen im Grazer Stadtgebiet. Werner Prutsch gab einen Überblick über die theoretischen Potenziale für Gemeinschaftsanlagen. Es gibt in Graz ca. 14 Mio. m2 Dachflächen, wobei, je nach Gebäudestruktur, ca. 30-50% für die Errichtung von Solaranlagen geeignet sind. Daraus ergibt sich ein „realistisches“ Solarpotenzial (ohne geschützte Altstadtdächer) von 122 GWh pro Jahr für thermische Solaranlagen (Warmwassernutzung vor Ort) und 265 GWh pro Jahr für PV Anlagen (auf den verbleibenden Dächern).

Ernst Meißner von der Grazer Energieagentur eröffnete mit seinem Vortrag die Präsentationsrunde und stellte das Erfolgsprojekt URSOLAR vor. Das Forschungsziel war es herauszufinden wie Solartechnologien angepasst an die bestehenden Rahmenbedingungen optimal genutzt werden können. Daneben zeigte er die Möglichkeit auf, selbsterzeugten Strom für Eigennutzung als allgemeinen Strom sowie auch als Haushaltsstrom zu verwenden. Großes Interesse an diesem Thema wurde auch von Harald Reichl der GWS Immobilien in seinem Vortrag betont. Er informierte über Finanzierung, eventuelle Contracting-Lösungen, Stromspeicherung, eventuelle Warmwasser-Aufbereitungen, Einfluss auf das Ortsbild usw.

Gregor Taljan von der Energie Steiermark stellte das 2015 gestartete Projekt LEAFS vor, welches sich mit der gemeinschaftlichen Batteriespeicherung von Sonnenstrom befasst. In der steirischen Gemeinde Heimschuh wurde bereits ein Pilotprojekt umgesetzt, das einen Realitätscheck zur Analyse der Wechselwirkungen zwischen Netz und Komponenten vorsieht.

Ein weiteres erfolgreiches Pilotprojekt präsentierten Stefan Altenhofer und Matthäus Hubmann der Energie Graz. Die Energie Graz stattete, nach Zustimmung der MieterInnen und HauseigentümerInnen, Dachflächen zweier Mehrgeschoß-Wohnbauten in Graz mit PV-Modulen aus. Eine der beiden Bauten wurde mit einem Salzwasser-Batteriespeicher von 12 KWh versehen und versorgt auch eine E-Tankstelle für MieterInnen mit Elektrofahrzeugen mit Strom aus der eigenen PV-Anlage.

Nach diesen spannenden und hochkarätigen Fachvorträgen leitete der Moderator, Michael Wedler von der B.A.U.M. Consult GmbH, die offene Diskussionsrunde ein.

Neben den Vortragenden fanden sich die Partner der Grazer Energiegespräche, vertreten durch Dieter Thyr vom Land Steiermark, Karl-Heinz Kettl der Arbeiterkammer Steiermark, Daniel Nauschnegg der Wirtschaftskammer, Robert Schmied der Grazer Energieagentur und Boris Papousek der Energie Graz am Podium ein, um Fragen aus dem Publikum zu beantworten. Am Ende der Podiumsdiskussion waren sich die Diskutanten einig: das große Potential von Gemeinschaftsanlagen in Mehrgeschoß-Wohnbauten soll und wird in Zukunft in Graz genutzt werden.

Die Veranstaltung wurde nach den Kriterien von G'SCHEIT FEIERN ausgerichtet.

 

Veranstalter:         Partner:

               

 

    

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