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IEA DSM Task 24: Verhaltensänderung im Rahmen von DSM
Von der Theorie zur Praxis

Phase 2 Ergebnisse

In den beiden Phasen des Tasks 24 konnten viele spannende Erkenntnisse gewonnen werden. So hat sich unter anderem der Eindruck bestätigt, dass Energieeffizienz „the greatest market failure of all times“ ist. Derzeitige Ansätze sind sehr technokratisch - Verhaltensänderungen bei EnergiekonsumentInnen konnten mit bestehenden Modellen kaum erzielt werden. Bisherige DSM-Policies gehen zumeist auf die individuelle oder materielle Ebene zur Änderung des Energieverhaltens ein. Internationale Studien zeigen aber, dass erst unter Einbeziehung der sozialen Ebene dauerhaft wirksame Änderungen des Energieverhaltens erzielbar sind. Ganzheitliche Betrachtungen, bei denen der Mensch, von dem das Bedürfnis nach Energie ausgeht und der diese schlussendlich auch konsumiert, im Mittelpunkt steht, gibt es jedoch kaum.

Der IEA DSM Task 24 (Verlängerung) hatte fünf Akteursgruppen im Fokus, die sogenannten „Behavior Changer“: d.s. (1) Politik, (2) Energiewirtschaft/-Technologien, (3) ExpertInnen, (Forschung und Beratung), (4) öko-soziale Institutionen (z.B. NGOs) und (5) der Dienstleistungssektor. Die Behaviour Changer 1 - 3 waren immer schon Teil von DSM-Policies, die Gruppen 4 und 5 wurden bislang wenig berücksichtigt, sind aber gerade im Sinne der sozialen Dimension wichtige Erfolgsfaktoren.

Ziele:

Ziel der Task 24 Verlängerung war es daher, die Behaviour Changers international und nationale (besser) zu vernetzen und ihnen Tools zur Verfügung zu stellen und Kompetenzen zu vermitteln, mit denen sie das Energieverhalten der NutzerInnen im Sinne der Energieeffizienz positiv beeinflussen. Daher wurden Methoden getestet, die Behaviour Changers dabei unterstützen, einen gesellschaftlichen Wandel bezüglich des Energieverhaltens auszulösen.

 

Top DSM-Themen:

Nach der Identifizierung der Top DSM-Themen in Österreich 1) Anerkennung von DSM-Interventionen im Rahmen des Bundes-Energieeffizienzgesetztes, 2) DSM-Maßnahmen in Bürogebäuden, 3) DSM zur Forcierung von Elektromobilität wurde für Österreich eine Bewertungsmethode für DSM-Interventionen im Rahmen des Energieeffizienzgesetztes erarbeitet. Vor allem Betriebe, die Nutzermotivation bis jetzt mit dem Hintergrund des „Image Gewinns“ oder des „Etwas für die MitarbeiterInnen tun“ durchgeführt haben, beklagen, dass durch das Energieeffizienzgesetz der Druck entsteht, nur nachweisliche Energieeinsparungen in kWh zu erzielen. Die Wirkungen von Nutzermotivationsmaßnahmen, die schwer messbar sind, werden dadurch kaum mehr nachgefragt. Deshalb war das zentrale Thema des Tasks in Österreich die Einbindung von verhaltensorientierten DSM-Interventionen in das Methodendokument.

Die Praxisbeispiele aus dem Task 24 zeigen eine Vielzahl von Interventionsmöglichkeiten, die derzeit keine Anwendbarkeit im Methodendokument finden. Für die weitere Verbreitung von verhaltensseitigen DSM-Interventionen spielt die Anerkennung dieser Interventionen jedoch eine ausschlaggebende Rolle. Deshalb wurde im Zuge des Projektes ein Bewertungsschema für die verhaltensseitigen DSM-Interventionen ausgearbeitet, um die Anrechenbarkeit der Maßnahmen zu ermöglichen.

 

Weitere Informationen:

 

Ihre Ansprechpartnerin

Teresa Kallsperger MSc

0316-811848-14

kallsperger@grazer-ea.at

 

Dieses Projekt wird im Rahmen der IEA-Forschungskooperation im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie durchgeführt (www.nachhaltigwirtschaften.at/iea).

 

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